| Beschreibung der Vorlage |
Es war eine pragmatische Idee: Nachdem jahrzehntelang das Argument vorgebracht worden war, dass die Frauen das Stimmrecht gar nicht wollten, führte Basel-Stadt eine Konsultativabstimmung unter allen im Kanton wohnhaften Schweizer Bürgerinnen ab 20 Jahren durch, ob sie das kantonale Stimm- und Wahlrecht wünschen. Über 76’000 Frauen durften sich äussern. Der Anstoss kam von parlamentarischen Vorstössen, die auf das Beispiel Genf von 1952 verwiesen, der Grosse Rat bewilligte für die Frauenbefragung 10’000 Franken. Es gab ein klares Ja, nach einer Abstimmungskampagne, die laut Basler Nachrichten fast ausschliesslich von Frauen bestritten wurde und «in Ton und Aufmachung massvoll geführt worden ist». Im Nachgang versuchten die Gegner die 40 % der Frauen, die sich nicht an der Umfrage beteiligt hatten, als Nein-Stimmen bzw. Gleichgültigkeit zu werten.
Die Männer lehnten das Frauenstimmrecht im gleichen Jahr erneut ab. (S. Abstimmung vom 5.12.1954).
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