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Einführung Orientierungsschule

Allgemeines
Offizieller Titel Änderung des Schulgesetzes (Orientierungsschule im 5. - 7. Schuljahr)
Abstimmungsdatum 04.12.1988
Abstimmungsergebnis Angenommen
Ja-Anteil 54.2%
Rechtsform Obligatorisches Referendum
Politikbereich Bildung und Forschung,
Schulen
Beschreibung der Vorlage

Die Schulreform sollte die Problematik der Frühselektion überwinden: Ab 1992 sollten die Kinder nicht mehr nach der 4. Primarklasse in drei Schultypen aufgeteilt werden, sondern eine dreijährige Orientierungsschule besuchen. Ab der 8. Klasse schlossen sich Weiterbildungsschule und Gymnasien an. Der Grosse Rat unterstellte die Vorlage dem obligatorischen Referendum. Die Gegnerschaft befürchtete ein kompliziertes Schulexperiment zulasten der Kinder, das zu einer Niveausenkung führen werde. Zudem bedeute es einen Alleingang von Basel-Stadt; die notwendige regionale Koordination der Schulsysteme werde ausser acht gelassen. (Zu Versuchen, die Reform rückgängig zu machen, s. die Abstimmungen vom 21.6.1992 und 16.5.2004).

Abstimmungstext Link
Vorparlamentarische Phase
Bericht des Regierungsrats Link
Im Parlament
Grossratsbeschluss 18.02.1988
Kommissionsbericht Link
Parlamentsberatung Link
Position des Grossen Rates Befürwortend (82 Ja, 22 Nein)
Abstimmungskampf
Abstimmungsbüchlein Link
Parteiparolen Ja: SP, CVP, POB, LdU, VEW, Grüne, PdA, Neue PdA
Nein: LDP, FDP, DSP, NA, AP
Parolen Weitere Ja: Gewerkschaft Erziehung, VPOD
Nein: AFW (mit Handelskammer, Gewerbeverband, Volkswirtschaftsbund), Komitee «Gegen das Experiment Schulreform», Gegnerisches Lehrerkomitee und Elternkomitee
Abstimmungsplakate
Abstimmung
Abstimmungsergebnis Angenommen
Ja-Stimmen 34'589
Nein-Stimmen 29'277
Stimmbeteiligung 50.5%
Stimmberechtigte 131'365
Basler Stadtbuch Chronik
Artikel: Die neue Schule hat begonnen