| Beschreibung der Vorlage |
Der Grossratsbeschluss betraf die Subventionierung einer neuen Wohnkolonie «Lange Erlen» für kinderreiche Familien am Otterbach. Es ging um eine Subvention von 20 % der Bausumme, maximal 250’000 Franken. Die Wohngenossenschaft plante 56 Einfamilienhäuser mit Gartenland. Die Gegner bekämpften nicht nur staatlichen Wohnungsbau, sondern auch die Subventionierung des genossenschaftlichen Wohnungsbaus. Sie bestritten, dass Wohnungsmangel herrsche und dass Hausbesitzer nicht gerne an Familien mit Kindern vermieten wollten. Ein weiterer Kritikpunkt bildete, dass der Staat Wohngenossenschaften nicht dazu verpflichtete, Basler Baufirmen einzusetzen. Schliesslich zogen die Gegner in Zweifel, dass sich der Baugrund des früheren feucht-sumpfigen Waldgebiets Lange Erlen für Wohnungsbau eigne. Das Wort «Sumpf» benutzten sie auf ihrem Abstimmungsplakat zweideutig, auf angebliche Eigeninteressen anspielend. Weil das Land nach der Abstimmung an andere Interessenten verkauft wurde, kam es zur Neuauflage des Projekts. Es wurde am Schorenweg realisiert. (S. Abstimmung vom 8.7.1928)
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