Arbeitsrappengesetz
| Allgemeines | |
|---|---|
| Offizieller Titel | Gesetz betreffend dringliche Massnahmen zur Milderung der Wirtschaftskrise (Arbeitsrappen) |
| Abstimmungsdatum | 04.10.1936 |
| Abstimmungsergebnis | Angenommen |
| Ja-Anteil | 53.1% |
| Rechtsform | Obligatorisches Referendum |
| Politikbereich |
Wirtschaft, Wirtschaftspolitik |
| Beschreibung der Vorlage | Das vom Grossen Rat dem obligatorischen Referendum unterstellte Gesetz führte den Basler Arbeitsrappen ein, eine 1%-Sondersteuer auf sämtliche Einkommen zur Finanzierung von Arbeitsbeschaffungsprojekten. Zu dieser Zeit herrschte schweizweit Wirtschaftskrise und insbesondere im Baugewerbe war die Arbeitslosigkeit auch in Basel hoch. Der Gewerbeverband und die Gewerkschaften entwickelten den Arbeitsrappen gemeinsam, unter Führung von Volkswirtschaftsprofessor Edgar Salin. Die Gegnerschaft kritisierte, dass der Arbeitsrappen unabhängig von der Einkommenshöhe zu bezahlen war und ein grosses Lohnopfer darstelle. Die Kommunisten bekämpften die Sondersteuer mit der Parole «Die Reichen sollen zahlen!». Sie kritisierten auch die «Reklamebroschüre», die der Regierungsrat mit den Stimmausweisen versandte – ein Novum. |
| Vorparlamentarische Phase | |
|---|---|
| Bericht des Regierungsrats | Link |
| Im Parlament | |
|---|---|
| Grossratsbeschluss | 11.09.1936 |
| Parlamentsberatung | Link |
| Position des Grossen Rates | Befürwortend (88 gegen 17 Stimmen) |
| Abstimmungskampf | |
|---|---|
| Position des Regierungsrats | Befürwortend |
| Parteiparolen |
Ja: Liberale, NVP, RDP, KVP, EVP, SP Nein: KP |
| Parolen Weitere |
Ja: Handelskammer, Volkswirtschaftsbund, Gewerbeverband, Kaufmännischer Verein, Verein der Angestellten und Beamten Basel-Stadt |
| Abstimmungsplakate | |
| Weiteres Material | |
| Abstimmung | |
|---|---|
| Abstimmungsergebnis | Angenommen |
| Ja-Stimmen | 13'659 |
| Nein-Stimmen | 12'057 |
| Stimmbeteiligung | 53.2% |
| Stimmberechtigte | 48'643 |
| Basler Stadtbuch |
Chronik Der Basler Arbeitsrappen |