| Beschreibung der Vorlage |
Der vom Grossen Rat dem obligatorischen Referendum unterstellte Beschluss betraf eine Ausgabe von 132,3 Millionen Franken für die Erneuerung und Erweiterung des Bürgerspitals (heute Universitätsspital Basel). In einem heftigen Abstimmungskampf betonten die Befürworter die Notwendigkeit, Spitalleistungen örtlich zu konzentrieren, während die gegnerischen Stimmen eine dezentrale Lösung mit mehr Platz für ein entwicklungs- und ausbaufähiges Universitätsspital forderten; favorisiert wurde das Areal Bruderholz. Heimatschützerische Kreise bekämpften das geplante Bettenhochhaus, weil es die Silhouette der Altstadt dominiert hätte. Gleichentags stimmte die Bürgergemeinde Basel über den Spitalneubauvertrag zwischen Bürgergemeinde und Kanton ab. Damit durften auch die kommunal bereits stimmberechtigten fast 41’000 Basler Bürgerinnen erstmals für eine Sachvorlage an die Urne; 58,3% nahmen teil. Das angenommene Spitalausbauprojekt musste später aufgrund hoher Kostenüberschreitungen stark angepasst werden. Die Basler Nachrichten sprachen von der „Fehlplanung des Jahrhunderts“. (BN, 14.2.1968).
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