| Beschreibung der Vorlage |
Der Korrektionsplan Grossbasel stand im Zeichen der autogerechten Innerstadterneuerung. Kernstück war eine Entlastungsstrasse vom Barfüsserplatz via Gerbergasse bis zum Blumenrain. Neben vielen anderen «nicht erhaltenswerten» Altstadthäusern sollte dafür die Nordseite des Marktplatzes inklusive Singerhaus fallen; geschont wurde das Stadthaus. Der vergrösserte Andreasplatz war als neuer Marktplatz mit Parking vorgesehen. Während die Befürworter die dringende Erneuerung des Geschäftszentrums ins Feld führten – Teile der Altstadt waren damals vernachlässigt – und Arbeitsbeschaffung versprachen, warnten die Gegner vor Altstadtzerstörung und der Vertreibung des Kleingewerbes. Zudem argumentierten sie erstmals, dass neue Strassen mehr Verkehr erzeugen würden. Zur Lösung der Innerstadt-Verkehrsprobleme wollten sie dort das Tram durch Trolleybusse ersetzen. Das Referendum kam in letzter Minute zustande. Wie die Presse feststellte, wurde der Bevölkerung deshalb kaum eine visuelle Vorstellung der neuen «fortschrittlichen» Stadt vermittelt und auch die Kosten blieben unklar. Im Nebel blieben auch die Geldgeber, die den jungen Referendumsmachern viel Propaganda ermöglichten.
Der massive Eingriff ins Stadtbild zwischen Barfüsserplatz und Schifflände wurde trotz Annahme nie Realität. Realisiert wurde ein weiterer Teil des Korrektionsplans, die Verbreiterung der Aeschenvorstadt. (S. Abstimmung vom 5.12.1954).
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