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Vollendung Bürgerspital

Allgemeines
Offizieller Titel Vollendung des Bürgerspitals in der Ill. Bauetappe
Abstimmungsdatum 02.02.1964
Abstimmungsergebnis Angenommen
Ja-Anteil 66.8%
Rechtsform Obligatorisches Referendum
Politikbereich Gesundheit,
Sozialpolitik
Beschreibung der Vorlage

Der vom Grossen Rat dem obligatorischen Referendum unterstellte Beschluss betraf eine Ausgabe von 132,3 Millionen Franken für die Erneuerung und Erweiterung des Bürgerspitals (heute Universitätsspital Basel). In einem heftigen Abstimmungskampf betonten die Befürworter die Notwendigkeit, Spitalleistungen örtlich zu konzentrieren, während die gegnerischen Stimmen eine dezentrale Lösung mit mehr Platz für ein entwicklungs- und ausbaufähiges Universitätsspital forderten; favorisiert wurde das Areal Bruderholz. Heimatschützerische Kreise bekämpften das geplante Bettenhochhaus, weil es die Silhouette der Altstadt dominiert hätte.
Gleichentags stimmte die Bürgergemeinde Basel über den Spitalneubauvertrag zwischen Bürgergemeinde und Kanton ab. Damit durften auch die kommunal bereits stimmberechtigten fast 41’000 Basler Bürgerinnen erstmals für eine Sachvorlage an die Urne; 58,3% nahmen teil.
Das angenommene Spitalausbauprojekt musste später aufgrund hoher Kostenüberschreitungen stark angepasst werden. Die Basler Nachrichten sprachen von der „Fehlplanung des Jahrhunderts“. (BN, 14.2.1968). 

Abstimmungstext Link
Vorparlamentarische Phase
Bericht des Regierungsrats Link
Im Parlament
Grossratsbeschluss 31.10.1963
Kommissionsbericht Link
Parlamentsberatung Link
Position des Grossen Rates Befürwortend (88 gegen 12 Stimmen, 1 Ent)
Abstimmungskampf
Position des Regierungsrats Befürwortend
Parteiparolen Ja: alle Parteien ausser Liberale
Nein: Liberale
Parolen Weitere Ja: Medizinische Fakultät der Universität
Nein: Heimatschutz, Denkmalpflege
Abstimmungsplakate
Abstimmung
Abstimmungsergebnis Angenommen
Ja-Stimmen 23'282
Nein-Stimmen 11'589
Stimmbeteiligung 52.5%
Stimmberechtigte 66'879
Basler Stadtbuch Chronik