| Beschreibung der Vorlage |
Der Grossratsbeschluss betraf den Bau der zweiten Etappe des Cityrings von der Heuwaage bis zum Spalentor, nachdem zuerst das Heuwaageviadukt inklusive zweier neuer Parkhäuser realisiert worden war. Ziel des vierspurigen Cityrings war die Verkehrsentlastung der Innenstadt. Es ging um eine Ausgabe von 4,4 Millionen Franken und um Zonenänderungen. Für die Befürworter war die zweite Etappe die logische Fortsetzung eines längst begonnenen Strassenausbauprojekts. War dem ersten Teilstück noch kaum Opposition erwachsen, bekämpfte eine neue links-grüne Bewegung den Cityring nun jedoch vehement. Sie hielt das seit den 1950er Jahren verfolgte Konzept der «autogerechten Stadt» grundsätzlich für verfehlt und warnte vor einem weiteren Verlust von Wohnlichkeit, Baumfällungen und der Durchschneidung der Spitalzone.
1972/1973 protestierten die unterlegenen Gegner medienwirksam gegen Baumfällungen am Steinen- und Schützengraben und an der Schanzenstrasse. Baumfällungen benötigten Polizeischutz. Weitere Etappen des Cityrings wurden aufgrund eines breiten Meinungsumschwungs nie realisiert.
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